Publisher Aktionen und Affiliate Rallyes

Affilite Rallyes sollen das Allheilmittel zur Partner Aktivierung und Gewinnung sein. Aber sind sie es und wenn ja wie sieht eine Erfolgreiche Affiliate Rallye aus?

Zunächst erst mal eine kurze Erklärung:

Was ist eine Affiliate Rallye?

Affiliate Rallyes sind Aktionen für Publisher, bei der über einen Anreiz zum Beispiel höhere Provisionen, Bonusprovisionen oder Geschenke mit dem Erreichen eines Ziels verknüpft werden. Ziel des Programmbetreibers ist meist das bestehende Publisher beginnen das Programm aktiv zu bewerben oder auch ihre Tätigkeiten ausbauen. Ebenso kann die Akquise neues Affiliates ein Ziel einer Affiliate Rallye sein.

Hier zwei Beispiele zum Verständnis:

Dorst eMarketing Affiliate Summer Hits

Bei der Affiliate Sommer Hits Rallye gibt es in einer Großzahl der von der Agentur betreuten Programme Sonderaktionen und Bonusprovisionen. Die Aktionen werden innerhalb der Programme und extern beworben, wobei immer auf die weiteren Aktionen hingewiesen wird. Somit sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden:

  1. Publisher animiert werden die Programme in denen sie angemeldet sind aktiv zu bewerben bzw. dieses auszubauen
  2. Publisher auf neue Programme hingewiesen werden und für die anderen betreuten Programme angeworben werden

affiliate-sommer-hits

Aktion zur Publisher Akquise der LEAD energy AG

Die Lead energy AG verlost unter allen Partnern die aktiv Werbemittel und Links in Ihre Webseite einbauen Karten für den OM CLUB 2016 zur DMEXCO. Da dieses eine sehr begeehrte Veranstaltung ist, können Sie damit zum einen neue Partner generieren, welche aktiv ein Werbemittel einbinden.

Was macht eine Affiliate Rallye erfolgreich?

Damit eine Affiliate Rallye erfolgreich wird sollte man vorher Ziele definieren, um den Erfolg dieser messen zu können. Dieses können zum Beispiel sein: ein höherer Umsatz, mehr aktive Partner, neue Partner.

Damit diese erreicht werden sollten die Ziele um zum Beispiel eine höhere Provison zu bekommen für den Partner nicht zu hoch gesteckt werden.
Denn wenn man zum Beispiel sagt ab 50 Sales erhalten Ihr einen Bonus von 50€ ist das für viele kleinere und inaktive Partner nicht erreichbar und somit unattraktiv.

Interessanter ist es für diese wenn man kleine Schwellen nutz oder wie in dem Beispiel der LEAD energy AG die Möglichkeit eines Gewinnes an den Einbau von Werbemitteln knüpft.
Somit hat auch ein kleiner Partner die Chance auf einen Bonus und die Hemmschwelle zu beginnen ist gesenkt.

Ebenso kann man bei Aktionen zwischen inaktiven und aktiven Partner unterscheiden, so dass man für beide Zielgruppen passende Aktion abbildet.

Hier ein Beispiel:

Alle Partner

  • Verlosung eines Gutscheins für unsere Shop im Wert von 50€ unter allen Partnern, die mindestens 1 Sale erreichen. Pro Sale gibt es ein Los.

Aktive Partner (mindestens 1 Sale in den letzten 2 Monaten)

  • Jeder Partner, der seine Sales im Vergleich zum Juli verdoppelt und mindestens 5 valide Sales generiert, erhält einen Bonus von 10€ und in den nächsten zwei Monaten Premiumprovisionen.

Neue/Inaktive

  • Partner erhalten ab 5 validen Sales einen Bonus in Höhe von 5€ und ab 10 validen Sales 10€ sowie Premiumkonditionen in den nächsten zwei Monate.

ein kleiner Hinweis
Dabei ist sinnvoll, die Partner bei der Bewerbung mit einer Endkunden Aktion zum Beispiel einem Gutschein oder einem besonderen Angebot zu unterstützen.

Post View Mein Senf dazu!!

Post View ist ja mal wieder ein Thema im Affiliate Marketing und ich kann alle verstehen die damit Probleme haben. Denn es stimmt es ist Scheiße wenn auf einmal die Sales einbrechen, wenn durch Post View sehr viele View Cookies gefallen sind die den Click überschreiben.
Doch Post View generell finde ich nicht schlimm, aber nur unter folgenden Bedingungen: der View Cookie MUSS in jedem Fall das heißt auch bei unterschiedlichen Netzwerken schwächer sein, als der Click Cookie. Das ist technisch auf jeden Fall möglich.

Wer es anders macht brauch sich nicht wundern, wenn seine Publisher wegrennen. Das würde ich ja auch machen. Aber mit einer anständigen Trackingweiche sollte es nicht passieren das Views Klicks überschreiben.
Aber ohne so eine Weiche zerstört sich der Merchant damit selbst die Reputation ich sag nur Social Media!

Bzw. er kann noch ein anderes Problem bekommen die „normalen“ Publisher sind alle weggerannt und auf einmal sagt der Post View Publisher es rentiert sich nicht. Dann steht der Merchant oder die Agentur ohne Publisher da!

Was man auch den Befürwortern von Post View immer wieder gern unterstellt ist das Sie Geldgeil sind oder sonst was, aber aus Merchantsicht ist es eine günstige Variante das Branding erstmal zu erhöhen.

Das Gegenargument das man die Werbung nicht sieht, halte ich hierbei für nicht nachvollziehbar. Den selbst Kritiker merken an, das die Werbemittel bei Emailanbietern und Traffic starken seriösen Seiten erscheinen und selbst Post View Gegner streiten dabei nichtmal ab, das sich die Verkaufzahlen durch Postview im Allgemeinen steigern.

Das Problem das man auch Sales vergütet die so oder so gekommen werden, halte ich für nachvollziehbar, doch auch Bestandskunden suchen im Netz nach Gutscheinen oder Informationen und besuchen dann Ihren Lieblinksshop über den Normalen Publisher, auch wenn Sie so oder so in dem Shop gekauft hätten. Das die Zahl dieser durch Post View dabei steigt kann ich mir Vorstellen doch bis jetzt habe ich noch keine Rechnung gesehen, welche nachweist das der von niemand abgestritten Bekanntheitssteigerungs-Effekt dieses nicht ausgleicht, was ich vermuten würde. Da man sehr geringe TKP erreichen kann.

Ab gesehen davon gibt es vielleicht sogar noch einen Vorteil für alle Publisher dabei, denn eine Marke die der Kunde kennt weil er eben schon X-Mal über den Banner gestolpert ist vertraut er eher und kauft dann nach dort ein.

Die Schlussfolgerung das dadurch für alle Affiliates die Provision sinkt, verstehe ich leider nicht. Denn soweit ich mich mit Netzwerken auskenne kann ich in Publishern einzeln Provisionen zuweisen und somit auch Post View Publishern eine andere Provision zuweisen als normalen Publishern.

Ich hab aus den Überlegungen und der Diskussion im letzten Winter für mich nun folgenden Schluss gezogen:

Es gibt nur drei Varianten beim Post View Tracking:

  1. Kein PostView
  2. PostView nur wenn es View Cookies gibt(die Schwächer als Click Cookies sind) und keine Trackingweiche (dann muss man halt mit Dopplungen per Hand(bevor Fragen aufkommen auch dann Click vor View und im Zweifel der Click Publisher) selektieren oder damit Leben)
  3. Post View mit View Cookies und eigene Tracking Weiche die unterscheidet zwischen View und Click (was stärker ist steht außer Frage)

Ich halte ja wenn man Post View macht Variante 3 für die cleanste, denn damit kommt es nicht zu Dopplungen und jeder SEO und SEM verdient sein Geld auch wenn ein View war.

Gutscheine im Affiliate Marketing / Zwei Seiten der Medaille

Gutscheine sind für Affiliates immer von Vorteil und ein einfaches Mittel, die Sales zahlen zu steigern bzw. Sales oder Leads überhaupt zu generieren. Dafür muss man natürlich immer up to date sein und aktuelle Gutscheine aller Anbieter zeigen. Am Besten ist man hat einen exklusiven Gutschein, oder man bloggt alle Gutscheine die mir der Merchant zur Verfügung stellt. Manchmal entdeckt man auch einen Gutschein irgendwo in der Pampa den noch keiner hat und diese Exklusivität bringt nur Vorteile.

Leider ist das etwas kurz gedacht: Denn Merchants nutzen Gutscheine zu verschiedenen Zwecken z.B. um Wirksamkeit von einzelnen Kanälen zu testen, um einem gewissen Kundenkreis einen Vorteil anzubieten oder auch um Affiliates bei Ihrer Arbeit zu unterstützen.

Da wie schon beschrieben Gutscheine immer ein gutes Mittel sind um Sales zu steigern beziehungsweise Neukunden zu gewinnen, versucht man als Affiliate Betreuer natürlich auch neue Gutscheine für seine Publisher zu generieren. Doch diese beim Chef oder beim Kunden durchzusetzen ist nicht immer leicht. Da ja nicht nur der Rabatt beachtet werden muss sondern in der Kalkulation auch die Provision usw..

Trotzdem lassen Sich Chef und Kunde überzeugen, da sie ja die Vorteile von Gutscheinen kennen, egal ob es um Neu oder Bestandskunden geht.

Schwer wird das nur wenn Publisher einen Gutschein bewerben, der halt nur für bestimmt Kreise gedacht war. Wie bzw. mit welchem Argument soll man denn noch Gutscheine für Partner „dem Chef aus dem Kreuze leiern“. Denn der sagt dann schau doch die nehmen eh unsere anderen Gutschein und verschaffen sich damit einen Vorteil.

Wobei so wie ich es kenne dies Gutscheine nicht mal einen Vorteil bringen, den was nützt mir ein aktueller Gutschein mit dem ich X Sales mache, doch die werden nicht freigegeben.

Da klar erkennbar ist das der Kunde den Gutschein von einer Webseite hat und auch nicht zu dem Kreis der eigentlichen Empfänger des Gutscheins gehört.