Moralisches Handeln und die Anderen – Die leidigen Diskussionen im Affiliate Marketing

Ich habe gerade im Affiliate Tipp Blog einen sehr schönen zum Thema Ethik im Affiliate Markting gefunden.  Und dachte da schreibe ich auch mal wieder etwas hier:

Leider glaube ich, dass Moral und die positiven Folgen von moralischem Handeln, noch nicht wirklich in der „Szene“ angekommen sind und es ohne Druck auch nicht werden.

Zwar arbeitet ein Großteil der Affiliates und Merchants sauber, aber es ist wie Peer sag halt einfacher mit Tricks, wie z.B. Cookies zu spreaden, Toolbars zu nutzen,   falsche Gutscheine bzw. Versandkostengrenzen als Gutscheine zu bewerben oder ADjacking, Geld zu verdienen.

Auffällig ist bei diesen Diskussionen über cleanes Affiliate Marketing, wie auch in der aktuellen Gutscheindiskussion und bei den Post-View Diskussionen, das ein Verständnis von Ursache und Wirkung nicht gegeben ist.

So wird wie man bei  Insight-M  in dem Artikel und den dazugehörigen Kommentaren zu Gutscheinen und  Cookiesperren aus dem Warenkorb heraus lesen kann, sich über den Einsatz von Technik zur Verhinderung des Mitnahmeeffektes über eine Cookiesperre, gewundert. Wie die Umstellung kommuniziert wurde kann ich nicht beurteilen, aber die Kommentare und der Text verwundern mich schon etwas.

Denn ebenso kann man als normaler Partner die IFrames oder „Zwangsklicks“ bei Gutscheinseiten kritisieren, da sie für Contentpartner meist verboten und bei Gutscheinpartnern gang und gäbe sind.

Das Gutscheinseiten, nicht Alle und ich würde sogar behaupten auch nicht die Mehrzahl, ohne Erlaubnis Toolbars nutzen oder Gutscheine bzw. andere Rabatte oder Versandkostengrenzen als Gutschein bewerben, die nicht freigegeben sind und dadurch Sales fangen, die ohne Sie auch zu stande gekommen wären, scheint in der gegeben Diskussion nicht relevant zu sein.

Ob es seinen Nutzer gegenüber redlich ist, einen Rabatt als Gutschein anzuteaser und nach einem Klick erst zu zeigen das es der allgemeine WSV ist, ist noch eine andere Frage, aber über den daraus erflogenen Mitnahmeeffekt hat sich noch keiner beklagt.

Natürlich ist legitim SEO auf einen Shopnamen und Gutschein zumachen und der Merchant, der das nicht will kann diese Partner ausschließen oder wie in dem Blogbeitrag, auf welchen Frank Schöne, in seinem Kommentar bei Insight M, hingewiesen hat am Gutscheinfeld auch selbst auf aktuelle Gutscheine hinweisen.

Meines Erachtens wäre diese Technik, die zeitweise Cookiesperre, nicht nötig, wenn Merchants Ihre Regeln klar kommunizieren und durchsetzen und Affiliates nicht nach dem Model Try and Error vorgehen, ich schalte erst einmal an und wenn Sie mich erwischen entschuldige ich mich, es wird schon funktionieren.

Ebenso sollte sich ein Merchant nicht wundern, wenn er pauschal Sales storniert und ihm die Partner dann wegrennen.

Kurzum wenn ich mich als Publisher oder auch Merchant über Intransparenz und unsauberes Arbeiten aufrege und dabei selber unsauber arbeite bzw. gewisse Dinge nicht transparent mache, handele ich scheinheilig.

Die übliche Ausrede die Seite XXX bzw. vom Merchant XXX machen das auch, zieht eben nicht.

Stellt euch mal vor  Alle, egal ob Affiliate oder Merchant, würden immer sauber und transparent arbeiten, dann hätten die schwarzen Schafe es nicht mehr leicht, da eine Zusammenarbeit mit diesen auf die eigene Reputation zurückfällt.

Doch im Moment wird die Reputation nur durch nackte Umsatzzahlen und nicht durch sauberes Arbeiten, welches auch zu einem starken Umsatz führt, bestimmt.

Vielleicht sollten sich Affiliates und Merchants, doch mal Kants Kategorischen Imperativ lesen und nach diesem Handeln.

 

Bevor jemand meint ich sollte auch Gutscheine als Marketinginstrument denken, dazu habe ich vor drei Jahren schon etwas gesagt.

Alexander Hollstein
Affiliate & Performance Marketing Spezialist

Ein Gedanke zu „Moralisches Handeln und die Anderen – Die leidigen Diskussionen im Affiliate Marketing

  • um 11:34
    Permalink

    Der eigentliche Witz ist doch der: die Gutschein-Affiliates glauben allen ernstes, sie würden etwas zur Reputation des Unternehmens beitragen, indem sie „mit hohem redaktionellen Aufwand“ die aktuellen Codes kommunizieren. Einer schrieb sogar etwas von „.. aber ich habe doch Fernsehwerbung gebucht.. für das Branding meiner eigenen Seite..“.

    Naja. Dann sollen sie wegen mir mal zusehen, dass sie den „XY Hinterhofshop-Gutschein“ promoten… denn: Gutscheine gehen NUR für die grossen Brands.

    Und seien wir mal ehrlich: welcher in den schwarzen Zahlen operierende Onlineshop gibt denn bitte Gutscheincodes an Hinz und Kunz raus? Amazon? Nein. Ebay? Nein. Es sind die (defizitären) Heine, Schwab, Neckermann & Co, denen nichts besseres einfällt, als sich selbst die Marge kaputtzumachen, weil sie sonst keinen USP haben.

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.